Nach ziemlich genau 77 Tagen ging es mal wieder um ein Spiel der 1. Herren. Nach dem Spiel am 12.12.2021 gegen die HSG Elbvororte fand kein Ligaspiel mehr statt. Es ging gegen den Lieblingsgegner den SC Alstertal-Langenhorn. Aus der 2. Herren gesellten sich Kay Röhl und Simon Schröder zur Mannschaft. Nach kurzer Handballpause gesellte sich erfreulicherweise Arne Flick auch ohne Mannschaftstraining wieder zum Team. Alle wurden auch gebraucht, denn Jasper Timm knickte am Donnerstag beim Training um, Yannik Voß erholt sich noch von seiner Knieverletzung und Nils Ladiges und Tjorben Voß erholen sich noch von ihrer Corona Erkrankung. Hendrik Janert weilt dagegen "nur" im Urlaub. Also ein bunter Strauß an Spielern, die da waren oder fehlten. Mit diesen Anomalitäten wird man sich in Zukunft aber immer wieder auseinandersetzen müssen. Den Gastgebern ging es aber auch nicht anders, auch sie mussten sich aushelfen lassen.
Das Spiel begann pünktlich um 18 Uhr mit einer Schweigeminute um gegen die Kriegswirren in der Ukraine zu protestieren. Danach ging es endlich wieder los. Am Anfang hatte man so einige Ungereimtheiten in der Abwehr und die Gastgeber konnten sich immer wieder über Außen oder im 1:1 durchsetzen. Da war noch Handlungsbedarf, aber es wurde besser. Der Angriff lief eigentlich ganz ordentlich. Man ließ nur einige gute Chancen liegen und lag damit nach gut 10 Minuten mit 6:4 im Hintertreffen. Es war noch Zeit, die Abwehr wurde flexibler und fing einige Bälle ab, die dann in schnelle Gegenstöße umgemünzt wurden. Vorteil war hier sicherlich, dass man nicht nur alleine nach vorne ging, sondern immer 1-2 Mitspieler dabei waren. So hatte man immer noch gute Möglichkeiten den Ball weiterzuspielen, um zum Torerfolg zu kommen. Man konnte sich nun über 8:11 (20. Minute) auf eine gute 11:18 Halbzeitführung absetzen. Grundstein hierfür war die gute Abwehrarbeit um einen gut aufgelegten Peter Bergmann.
In der Halbzeit wurde besprochen, dass man in der Abwehr weiter seitlich arbeiten muss. Aus dem SCALA Rückraum kam wenig und das musste man nutzen. Im Angriff wollte man weiter lange spielen, um die zeitweise sehr behäbig seitwärts arbeitende SCALA Abwehr zu überspielen, egal ob gegen eine 5:1 oder 6:0 Deckung.
Die zweite Halbzeit begann leider mit einem Fehlwurf und die Heimsieben kam wieder heran. Aber es änderte sich eigentlich nichts. Man hatte das Spiel gut im Griff. Nach fast 37 Minuten nahm der Gästetrainer seine Auszeit für die zweite Halbzeit und stimmte die Heimsieben auf eine kurze Deckung gegen Lasse Timm und Maximilian Ladiges ein. Lasse Timm verbrachte dann entspannte 23 Minuten, weil ihm sein Gegenspieler nicht mehr von der Seite wich. Maximilian Ladiges versteckte sich erst mal auf Linksaußen. Alles in allem half es der Heimsieben nicht. Sie hatten nur Glück, dass die Ueterserner Sieben ein bisschen lasch in der Chancenverwertung war. Das ist das Einzige, was man nach dieser langen Pause noch bemängeln konnte. Man hätte auch frühzeitig mit 10 Toren führen können. Gut war trotzdem hier, dass man immer wieder, vor allem im Rückraum, wechseln kann und andere Spielertypen zur Verfügung hat, die dann die Abwehr vor neue Aufgaben stellen. Dies hofft man auch für die Zukunft, dass man die Außen- und Kreispositionen auch wieder doppelt gut besetzen kann. Aber alles gut, am Ende gewann man mit 25:33 und das auch in der Höhe völlig verdient.
Fazit: Nach Monaten ohne Wettkampfpraxis hat es Spaß gemacht mal wieder Handball mit Wettkampfcharakter zu sehen. Es begann ein bisschen holprig, aber dann kam man so langsam in Fahrt. Man hofft in Zukunft wieder einige Spieler von der Verletztenliste zu bekommen, um noch weiter in der Breite arbeiten zu können. Aber nach dem am Ende deutlichen und verdienten Sieg waren alle zufrieden über das Ergebnis und das keine weiteren Verletzten hinzugekommen sind. In Zukunft werden permanent "Englische Wochen" gespielt, sprich meistens noch in der Woche ein Spiel. Dazu wird man jeden Spieler gebrauchen. Fleißpunkte vom Trainer erhielten Alexander Farr, Maximilian Ladiges und Peter Bergmann. Ein Dankeschön noch an Kay Röhl und Simon Schröder fürs Aushelfen.
Am nächsten Sonntag geht es um 18 Uhr im Heimspiel gegen den HSV/Hamm. Auch dort will man wieder eine gute Leistung auf die Platte bringen. Zuschauer werden wieder erlaubt sein und sind auch erwünscht. Bitte die jeweiligen Corona-Regeln beachten.
Telegramm: 10. Minute 6:4, 20. Minute 8:10, Halbzeit 11:18, 40. Minute 16:24, 50. Minute 21:28, Endstand 25:33
Es spielten:
Im Tor: Peter Bergmann, Kay Röhl
Im Feld: Lars Zwillus (3), Maximilian Ladiges (5), Arne Flick (4), Lasse Timm (3), David Schröder (6), Timo Neumann (3), Christopher Wildt (1), Jan Neumann(4), Alexander Farr (4), Simon Schröder